Redaktionelle Beiträge, Berichte und Reportagen.

Die Zugspitze ist mit 2962 Höhenmetern der höchste Berg in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus der höchste Berggipfel des Wettersteingebirges in den Ostalpen. Die Zugspitze liegt geografisch an der Grenze zu Tirol in Österreich und ist ebenso wie das Wettersteingebirge ein beliebtes Ausflugsziel für mannigfaltige Freizeitaktivitäten und Urlaube.

(Zugspitzmassiv, Ostalpen in Bayern, Deutschland)

Die Zugspitze ist der höchste Berggipfel des Zugspitzmassivs. Das gesamte Massiv besteht aus mehreren Berggipfeln. An der nördlichen Flanke der Zugspitze liegt der Schneeferner, in östlicher Richtung erhebt sich der Höllentalferner und den südlichen Abschluss bildet der südliche Schneeferner.

Über den Westgipfel des Massivs verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich.
Fun Fact: Die Zugspitze hat eine eigene Postleitzahl: PLZ 82475 Zugspitze.

 

Das Bergemassiv der Zugspitze ist ca. 10 Kilometer südwestlich von Garmisch-Partenkirchen gelegen. Am nördlichen Fuße des Berges befindet sich der Bayrische Ort Grainau und im Westen der Tiroler Ort Ehrwald.

Zurzeit gibt es drei Normalrouten auf den Gipfel. Zum einen von nordöstlicher Richtung aus dem Höllental. Diese Route ist der beliebteste und abwechslungsreichste Aufstieg. Der Weg führt durch die Höllentalklamm zum ersten Steilaufschwung an der „Leiter“ und dem „Brett“ mit Stahlstiften in der Felswand. Nach dem „Grünen Buckel“ erreicht man den Höllentalferner, für dessen Überquerung Steigeisen nötig sind. Danach führt ein abwechslungsreicher aber mittelschwerer Klettersteig auf den Gipfel.

Der einfachste, aber auch längste Weg auf die Zugspitze führt in südöstlicher Richtung durch das Reintal. Diese Route bietet kaum technische Anforderungen, jedoch ist auch dieser Aufstieg nicht zu unterschätzen, da man sich auf dieser sehr langen Route in größerer Abgeschiedenheit bewegt.

Der schnellste Aufstiegsweg führt von Westen über das Schneekar. Auf dieser Route herrscht jedoch andauernde Steinschlaggefahr und der Aufstieg erfolgt weitestgehend ohne Sonneneinstrahlung.

Alle drei Aufstiegsrouten haben ihre charakteristischen Anforderungen und lassen so auch für erfahrene Wanderer und Bergfreunde keine Wünsche offen. 

Auf dem Massiv angekommen erwartet sie ein facettenreiches Angebot an Aktivitäten mit einem atemberaubenden Panorama. Ski fahren und Rodeln im Schnee wirken im Vergleich zu Ranger-Touren durch den Gletscher, Bergsteigen am Wank oder Paragleiten in fast 3000 Metern Höhe fast schon alltäglich. Das vielfältige Aktivitätsangebot wird durch besondere Erlebniswelten und Gastronomien ergänzt.

Die Zugspitze ist ein hervorragendes Ausflugsziel für einen Kurztrip oder Urlaub. Ob actionreicher Aufstieg und das erklimmen eines Berges, um die Seele baumeln zulassen und das einzigartige Panorama in luftiger Höhe zu genießen oder um einfach nur mit Freunden und Familie zu rodeln und Ski zu fahren. Das Wettersteingebirge ist eine vielfältige und sehenswerte Umgebung am südlichen Rand von Deutschland.

 

 

Der Uracher Wasserfall – mit eigenem Bahnhof – ist ein faszinierendes Naturschauspiel für das ganze Jahr. Im Sommer fallen die Wassermassen 37 Meter in die Tiefe und zerfließen in mehreren Wasserarmen über die moosbedeckten Ebenen. Im Winter erstarrt der Wasserfall zu einer spannendes Eissäule.

Ein Wasserfall mit eigenem Bahnhof findet man selten.

Am südwestlichen Stadtrand von Bad Urach im Maisental (Baden-Württemberg) liegt der Uracher Wasserfall. Seine Quelle befindet sich etwa 4 Kilometer entfernt in 623 Höhenmeter und schüttet je nach Wetterlage zwischen 70 Liter, bei starkem Regen oder während der Schneeschmelze, bis zu 420 Liter Wasser pro Sekunde aus. Diese Wassermaßen stürzen dann als Uracher Wasserfall 37 Meter in die Tiefe und fließen als mehrere Wasserarme 50 Meter über bemooste Felsen und Ebenen bis sie als Brühlbach wieder zusammen- und weiterfließen.

Als Tagesausflug mit und ohne Kinder eignet sicher der Uracher Wasserfall besonders auf Grund seiner leichten Wanderroute mit dem Wasserfall als spektakulärem Höhepunkt des Ausflugs. In Bad Urach kann die Tour am Bahnhof „Bad Urach Wasserfall“ gestartet werden. Von dort aus sind es etwa 2 Kilometer bis zum Wasserfall. Der Weg führt durch bewaldete und bemooste Umgebung immer entlang des Brühlbachs. Der Weg sowie der Wasserfall selbst sind auf Grund der üppigen Landschaft atemberaubende Fotomotive. Als besonderes Highlight kann man den Wasserfall sowohl von unten als auch von oben begehen.

Der Uracher Wasserfall ist eine Attraktion für´s ganze Jahr. Insbesondere im Hochsommer ist das umherspritzende Wasser eine angenehme Abkühlung, aber auch im Winter ist der Wasserfall ein spannender Anblick, wenn dieser zu einer einzigen riesigen Eissäule erstarrt.  (letztmalig im Januar 2017)

Eine Stärkung für den Rückweg nach der Besichtigung des Wasserfalls bietet die „Wasserallhüte“ auf der sogenannten „Wasserfallhochwiese“. Neben Sitzgelegenheiten und Bänken gibt es dort auch eine Grillstelle, die – zumindest im Sommer – zu einem gemeinsamen Picknick einlädt.

Unser Tipp: Wem ein Wasserfall am Tag nicht ausreicht, der kann bei einem Ausflug in die nahegelegene Uracher Therme hervorragend entspannen und sich selbst im Wellnessbereich unter einen Wasserfall stellen.

Ein Naturerlebnis der anderen Art. Die Höllentalklamm in Grainau ist eine 1 Kilometer lange Bergschlucht, die keine Wünsche offenlässt: Tunnel! Brücken! Verschlungene Wege! Wasserfälle! und bis zu 150 Meter tiefe Schluchten in die Dunkelheit – Ein höllisch gutes Abenteuer!

Die Höllentalklamm liegt im namensgebenden Höllental des Zugspitz-massiv. Diese Region inklusive der Zugspitze gehört zum Wettersteingebirge das wiederum als Teil der Ostalpen klassifiziert wird.

Der Name „Höllental“ geht nicht auf das Wort „Hölle“ zurück, sondern ursprünglich auf das Wort „Höhle“. Nach der Alpenbildung vor einigen Millionen Jahren wurden im Laufe der Zeit die Berge durch Regen- und Schmelzwasser in der charakteristischen Klammformation „ausgehöhlt“.

Ein Ausflug zur Höllentalklamm eignet sich somit ideal für eine aufregende Kurzwanderung oder als erfrischende Zwischenstation auf dem Weg zu Deutschlands höchstem Berg.

Die Höllentalklamm bietet atemberaubende Einblicke in die Gewalt der Natur. Tiefe Schluchten, rauschendes Wasser und verschlungene Tunnel im Berg. Das feucht-kühle Klima in der Klamm erfrischt insbesondere an Hochsommertagen und macht die Besichtigung für alle Sinne einzigartig.

Ein tagesfüllender Ausflug sollte aber nicht mit der Höllentalklamm enden. Im Nachbarort von Grainau findet sich die Naturdenkmalgeschütze Partnachklamm, die mit 700 Metern Länge etwas kürzer, aber nicht weniger spektakulär ist.

 

Hinweis von uns:

Bitte beachten Sie bei Ihren Ausflug zur Höllentalklamm, dass der Zutritt nicht mit Fahrrädern oder anderen sperrigen Gegenständen gestattet ist.

Darüber hinaus sollten Sie auch an Hochsommertagen eine Regenjacke mitnehmen, diese ist nicht nur praktischer in den teils engen Schluchten, sie wärmt auch besser als ein Regenschirm. Das Klima in der Klamm ist auf Grund der hohen Feuchtigkeit und des überwiegenden Schattens das ganze Jahr über sehr kühl.