Start und Ziel:Parkplatz in Wüstemark

Länge: 11 km

Schwerpunkt

Der Zahnabach beginnt gleich bei Wüstemark auf eindrucksvolle Weise. Erleben Sie Wälder mitten im Umbau, drei beschauliche Flämingdörfer und die ehemalige Mühle im Friedenthaler Grund.

Besonderheit

Auf kaum einer anderen Wanderung im Fläming können Sie so vielfältige Landschaftsformen und so schöne Wälder kennenlernen. Vielleicht begegnen Sie außerdem dem Moormännchen von Jahmo. Es gibt auf der Wanderung zwar keine Einkehrmöglichkeiten, dafür aber zahlreiche Gelegenheiten für ein Picknick.

Der Rundweg

Sie starten mitten in Wüstemark auf einem Parkplatz. Nach Überquerung der Hauptstraße gelangen Sie schnell in den angrenzenden Wald. Hier müssen Sie entscheiden, in welche Richtung Sie wandern wollen, ob in Uhrzeigerrichtung oder entgegen dieser. Wenn Sie sich nach links wenden, gelangen Sie nach wenigen Schritten zum Zahnabach. Dieser fließt als Mühlbach in einem künstlich angelegten Flussbett.

Sie werden es bedauern, wenn Sie nach einem reichlichen Kilometer der Wegweiser vom Zahnabach wegführt. Doch der folgende Kiefernwald entschädigt Sie, denn er hat mit den typischen Monokulturen kaum noch etwas gemein. Sein dichtes und vielfältiges Unterholz bietet zahlreichen Tieren Schutz. Zwanzig Jahre Waldumbau sind hier wie auf Ihrem restlichen Weg deutlich sicht- und spürbar. Auf einer größeren Lichtung wenden Sie sich nach rechts und laufen nun etwa zwei Kilometer auf einem breiten Forstweg in Richtung Köpnick. Links und rechts recken sich unzählige junge Eichen und Hainbuchen nach oben.

Nachdem Sie die Bundesstraße 2 überquert haben, erreichen Sie eine offene Landschaft. Ihr Weg führt durch Wiesen und Weiden nach Köpnick. Auf dem Wanderweg gelangen Sie direkt zur Kirche. Hinter Köpnick müssen Sie ein kurzes Stück die Straße entlanggehen, bevor Sie über eine weite Wiese, vorbei an Feldern und Wäldern nach Jahmo wandern. Hier treffen Sie die Zahna wieder, wie der Zahnabach abkürzend genannt wird. Dicht am Unterdorf von Jahmo befand sich in früheren Zeiten ein Moorgelände. In einem der Tümpel lebte, der Sage nach, das Moormännchen, das sowohl Gutes als auch Böses tun konnte. Um es freundlich zu stimmen, warfen die Einwohner Gebackenes und Geschlachtetes in diesen Tümpel. Leider schütteten spätere Generationen den Tümpel zu und vertrieben das Männchen. Doch sicher lebt es noch irgendwo in der an Moorflächen reichen Gegend. Gut möglich, dass Sie ihm auf Ihrer Wanderung begegnen.

Der weitere Weg führt Sie vorbei an einem Feld und weiter durch schöne Wälder wieder zurück über die Bundesstraße 2. Danach stoßen Sie auf eine Allee aus stattlichen Kastanienbäumen, die Sie zum Namensgeber dieser Rundwanderung und des Naturschutzgebietes führt, ins Friedenthal. Hier steht noch das Gebäude einer von früher fünfzehn Mühlen am Zahnabach. Im Friedenthaler Grund war der Betrieb von Mühlen eng mit der Teichwirtschaft verbunden.

Der letzte Abschnitt des Wanderwegs führt Sie nördlich des Oberlaufes der Zahna wieder durch ein Waldgebiet zurück nach Wüstemark. Zahlreiche Hochstände zeugen vom Wildreichtum des Flämings.

 

 

Text & Foto: Naturpark Fläming