Trekkingfans brauchen für die Beschreibung ihrer Leidenschaft nicht viele Worte. Das Wandern von Ort zu Ort mit Zelt und Verpflegung auf dem Rücken ist für sie Naturabenteuer und sportliche Herausforderung zugleich. Das Angebot des Naturparks Nordeifel – Hohes Venn e.V. trifft deshalb besonders bei der jungen Generation ins Schwarze. Im Rahmen des Projekts „Trekkingnetzwerk Eifel – jung, engagiert, sucht Wanderweg“ eröffnen zur kommenden Saison 2021 sechs weitere Naturlagerplätze in den Kommunen Heimbach, Hürtgenwald, Monschau, Nideggen, Simmerath und Stolberg.

Der Naturpark ist mit inzwischen 18 Naturlagerplätzen für touristische Übernachtung in Corona-Zeiten bestens gerüstet. Im 2.700 Quadratkilometer großen Gebiet wird es damit immer einfacher, sich eine mehrtägige Trekkingtour zusammenzustellen und so die vielfältigen Landschaftsbilder von Mooren, Kalkmulden, Bachtälern, blühreichen Wiesen oder dichten Wäldern kennenzulernen. Dies ist eines der Ziele, auf die das mit NRW- und EU-Mitteln geförderte Projekt „Trekkingnetzwerk Eifel – jung, engagiert, sucht Wanderweg“ hinsteuert. Darüber hinaus lädt jede Station naturbegeisterte Menschen auch zu einer kurzen Auszeit aus dem Alltag. Meist nur wenige Kilometer von einem ÖPNV-Anschluss entfernt, sind die Naturlagerplätze über attraktive Wanderwege erreichbar. Wo sich der Zeltplatz genau befindet, erfahren die Trekker erst bei der Buchung. Angekommen erwartet sie eine Holzplattform mit Platz für zwei Zelte, eine „herzige“ Komposttoilette und ein Sitzplatz, vor allem aber ein in NRW einzigartig intensives Naturerlebnis.

Ausbalanciert zwischen Naturschutz und Naturerleben

Das 2016 gestartete LEADER-Projekt findet in den Eifelkommunen starke Resonanz, da es wie geplant vor allem junge Menschen in die Region zieht. Die erfolgreiche Buchungsbilanz für 2020: eine fast 100 prozentige Auslastung. Die Zahl der Plätze wird dennoch nur vorsichtig wachsen, denn jeder Standort wird intensiv zwischen Kommunen, Naturschutz- und Forstbehörden und dem Projektträger abgestimmt. Dieser Praxis folgte auch die Wahl der Plätze „Klein Schweden“ in Heimbach „Krawutschke Biwak“ in Hürtgenwald, „Ruf des Venns“ in Monschau, „Aufwärts!“ in Nideggen, „Mit Seeblick“ in Simmerath sowie „Buschfieber“ in Stolberg, den die Kommunen kofinanziert haben. Trotz der wiedererkennbaren Ausstattung ist der Charakter der Naturlagerplätze jeweils unterschiedlich. Sie begeistern mit beeindruckenden Fernsichten, durch unmittelbare Waldlagen oder mit einem von Licht kaum gestörten Blick in den Sternenhimmel.

Fast vollständig ausgebucht

Iris Poth, Geschäftsführerin der Nordeifel Tourismus GmbH, unterstreicht als Beratungs- und Buchungsstelle die Bedeutung des Angebots: „Die Auslastung der bestehenden Naturlagerplätze in der Nordeifel lag in der Saison 2020 bei rund 99% Prozent und auch die aktuellen Buchungszahlen der erst kürzlich neu eröffneten Plätze liegen aktuell von Juni bis Oktober bereits bei 95 Prozent, dies zeigt wie heiß begehrt Trekkingplätze sind“.

 Jugendbeteiligung: vom Nutzer zum Akteur

„Junge Leute wissen am besten, was sie reizt“, und deshalb sieht Naturparkgeschäftsführer Dominik Hosters sie auch als zukünftige Akteure des Projekts. Über die Zusammenarbeit mit dem Eifelverein, dem Deutschen Alpenverein und outdoorseiten.net soll sich ein Trekking-Netzwerk bilden, das sich am weiteren Ausbau und an der Instandhaltung der Wege und Plätze beteiligt, aber auch seine eigenen Ideen einbringt. Ganz im Sinne des Projekttitels: jung, engagiert, sucht Wanderweg!

Und so funktionierts

Für 10,00 € pro Zelt und Nacht können auf www.trekking-eifel.de die gewünschten Naturlagerplätze gebucht werden. Mit der Buchungsbestätigung erhält der Wanderer die GPS-Koordinaten und eine genaue Wegbeschreibung zu den Standorten. Dann muss nur noch der Rucksack gepackt werden und es kann auch schon losgehen. Tipps für Ausrüstung, Tourenvorschläge und die Benutzerordnung befinden sich auf der Internetseite. Bei Fragen hilft aber auch gerne die Nordeifel Tourismus GmbH unter der Telefonnummer 02441 994570 weiter.

Weitere Informationen zum Eifel-Trekking unter www.trekking-eifel.de.

 

 

Foto: © Naturpark Nordeifel / Nils Nöll