Die größte Speisekammer Thüringens bietet ab dem Frühjahr trendige Health Food  – und das kostenfrei.

Erfurt (hs): Health Food heißt der Trend aus den USA und New Nordic Cuisine in Europa: Die Waldküche wird als kulinarische Schatzkammer wiederentdeckt. Wälder sind nicht nur mystischer Ort der Erholung, sondern auch prall gefüllte Oasen nährstoffreicher, naturbelassener Kräuter. Im jahreszeitlichen Verlauf locken demnächst Bärlauch, Spitzwegerich, Sauerklee, Brennnessel, Hagebutte & Co. nicht nur Spitzenköche, sondern zunehmend mehr auch gesundheitsbewusste Genießer in den Forst, die dem „clean eating“ frönen. Neu ist das Wissen um pure Aromen indes nicht: Hildegard von Bingen hatte schon vor rund 800 Jahren eine gesunde Ernährung auf der Basis von Naturkräutern empfohlen. Die heute üblichen industriellen oder importierten Lebensmittelzutaten haben bei vielen Verbrauchern eine neue Sensibilität entstehen lassen.

Forstliche Fotosammlung – Knoll Märzenbecher

Viele Waldpflanzen, Waldkräuter und Waldgräser sind essbar

„Essbar sind in Thüringens Wäldern mit einigen wenigen oder ungenießbaren Ausnahmen die meisten Pflanzen, Kräuter und Gräser“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand und selbst passionierter Naturkoch. „Alle Waldkräuter sollten bei trockenem Wetter gepflückt werden sowie frisch, sauber und unversehrt aussehen“, rät Gebhardt. An Wildwechseln und auf eingezäunten Weiden am Wald empfiehlt Gebhardt nicht zu sammeln. Selbst Bäume halten Genussvolles parat: Frische Buchenblätter geben einen hervorragenden Salat, die weichen Nadeln jüngster Fichtenspitzen munden als Amuse-Gueule erstaunlich aromatisch. Auch Waldmoose lassen sich in der Naturküche verwenden, etwa zum Räuchern von Tomaten. „Gerade mit Zutaten aus dem Wald lässt sich hervorragend experimentieren“, so Gebhardt. Vertrauter im Umgang sind für viele Naturköche dagegen Wildpflanzen wie Löwenzahn, Brennnessel oder Spitzwegerich. Auch mit Bärlauch, der im Frühjahr in Laubwäldern ganze Teppiche am Boden bildet, lässt sich frischwürziges Pesto herstellen oder in die Butter einarbeiten. Mit Ende des Sommers nimmt die Zahl der wildwachsenden Aromenträger ab. Das liegt daran, dass die Naturküche eben mit und von den Jahreszeiten lebt, was Pilzfreunde nicht überrascht: Deren Haupterntezeit ist Oktober und November.

Gut zu wissen: In Thüringens Wäldern gilt die Handstraußregel

In Thüringens Wäldern gilt die Handstraußregel: Demnach ist Jedermann berechtigt, sich Früchte wie Pilze, Beeren, Zapfen, Nüsse oder Kräuter und Gräser in geringen Mengen zum eigenen Verbrauch -etwa in der Menge eines Handstraußes bzw. für eine Mahlzeit-  anzueignen. Das Ganze muss pfleglich erfolgen und darf naturschutzrechtlichen Bestimmungen nicht entgegenlaufen.

Health Food und Wildfleisch – Qualität trifft Qualität

Wer die Waldküche liebt, kommt an Wildbret nicht vorbei. Fleisch in bester Qualität, denn im Wald gibt es keine Massentierhaltung – dafür artgerechte Wildlebensräume fern von Eingriffen des Menschen. Rot-, Reh-, Dam- und Schwarzwild schmecken sehr mild, sind fettarm, eiweiß- und nährstoffreich und lassen sich speziell mit Waldkräutern hervorragend zubereiten. Was nicht verwundert: Speziell Rot-, Reh- und Damwild ernähren sich fast das ganze Jahr über vorwiegend von frischen Kräutern und Gräsern – was maßgeblich den Geschmack des Wildbrets beeinflusst.

Erlebnisführung im Kelnhof-Museum zu Bräunlingen mit Naturpark-Gästeführerin Elisabeth Reiner

Feldberg/Bräunlingen – Das Jahresprogramm 2019 der Gästeführer im Naturpark Südschwarzwald startet am 15. März mit der beliebten Erlebnisführung „Der böse Wolf im Himmelbett“ im Kelnhof-Museum zu Bräunlingen, geleitet von Gästeführerin Elisabeth Reiner. Noch sind Plätze frei.

Die Gästeführer im Naturpark Südschwarzwald bieten auch in diesem Jahr zu festen Terminen Entdeckungstouren in Deutschlands größtem Naturpark an. Es geht um Burgfräulein, Waldbaden, Grenzsteine, Speck und vieles mehr. Zwischen März und November 2019 können Interessierte auf 14 Touren den Naturpark Südschwarzwald aus ganz neuen Blickwinkeln entdecken.

Los geht es am Freitag, 15. März 2019, mit der Erlebnisführung „Der böse Wolf im Himmelbett“ im Kelnhof-Museum zu Bräunlingen mit Gästeführerin Elisabeth Reiner. Start ist 19.30 Uhr. Die Führung kostet 7,50 Euro pro Person und dauert 1,5 Stunden. Auf die Teilnehmenden wartet ein vergnüglicher Gang rund um Märchen, Sagen und Legenden, bei dem es zwischendurch auch ein wenig schaurig werden darf. Solcherlei Erzählungen haben nicht nur einen unbestritten hohen Unterhaltungswert, sondern sind auch eine reiche Quelle für die Kulturgeschichte. Die Führung wird mit einer Kostprobe aus „Rotkäppchens Korb“ abgerundet. Das Kelnhof-Museum befindet sich in der Zwingelgasse 1 in 78199 Bräunlingen.

Die Anmeldung zur Führung am 15. März 2019 erfolgt bei der VHS Hochschwarzwald unter Telefon 07651 1363.

Der Naturpark Südschwarzwald feiert 2019 sein 20-jähriges Bestehen und freut sich, dieses Jahresprogramm zusammen mit den Gästeführern als „Botschafter“ der Region sowie der VHS Hochschwarzwald als Ausbildungsstelle herauszugeben.

Das Jahresprogramm 2019, weitere Führungsangebote sowie Informationen zur Weiterbildung zum Gästeführer und zum „Verein der Gästeführer im Naturpark Südschwarzwald“ finden sich unter www.naturpark-gaestefuehrer.de. Das Jahresprogramm 2019 kann auch in der Geschäftsstelle des Naturparks (Tel. 07676 9336-10, E-Mail info@naturpark-suedschwarzwald.de) gegen Porto angefordert werden.

Krimitour mit Spielspaß für Hund und Halter

Viersen. Eine besondere Wandertour erleben Mensch und Hund am Sonntag, 24. Februar, beim Naturpark Schwalm-Nette. Christina Prior von “Flinke Pfoten unterwegs” organisiert den Spielspaß, bei dem Hund und Halter einen mysteriösen Kriminalfall lösen. Das Team “Soko unterwegs” erschnüffelt die richtige Fährte und überwindet kleine Hindernisse.

Treffpunkt ist um 11 Uhr am Parkplatz des Sportparks “Süchtelner Höhen”, Hindenburgstraße 101 in Viersen. Die Teilnahme kostet 25 Euro Euro je Hund und Halter-Team und 7,50 Euro für eine Begleitperson.

Anmeldung und Informationen unter der Telefonnunmmer 0176 / 80561897 oder per E-Mail an flinkepfotenunterwegs@gmail.com.

www.npsn.de

TreeRock Abenteuerpark Hochsolling eröffnet die neue Klettersaison

Hoch hinaus in den Bäumen des Sollings – der beliebte TreeRock Abenteuerpark Hochsolling eröffnet am 2. März von 10 bis 19 Uhr die diesjährige Klettersaison.

Das bekannte Ausflugsziel in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland bietet unvergessliche Erlebnisse für Jung und Alt. Unter dem Blätterdach des Sollings, geht es für Kletterbegeisterte über Brücken und Seile von Baum zu Baum, um das spannende Erlebnis schlussendlich mit einer rasanten Seilrutschfahrt Richtung sicheren Boden zu beenden. Mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden hält der Park für Einsteiger und erfahrene Kletterfreunde sowie für Kinder und Erwachsene passende Herausforderungen bereit.

Ob mit der Firma, einem Kindergeburtstag, einer Schulklasse oder als Pärchenausflug – ein Besuch im TreeRock Abenteuerpark schweißt zusammen und stärkt das Vertrauen. Erstmalig in dieser Saison dabei ist der sogenannte Partnerparcours. Ein Team sein, sich gegenseitig helfen, gemeinsam Entscheidungen treffen und sich die Hände reichen sind die Schlüssel zum Erfolg – denn nur zu zweit kommen die unerschrockenen Abenteurer ans Ziel!

Freie Termine zum eigenen Klettererlebnis, finden Interessierte im neuen Reservierungskalender des Parks. Gerade größere Gruppen sollten die Möglichkeit der frühzeitigen Reservierung wahrnehmen, da bereits viele schwindelfreie Abenteurer ihre Erlebnisse reserviert und gebucht haben. Weitere bleibende Erinnerungen können beim Nachtklettern und vielen weiteren tollen Aktionen, die sich der TreeRock Abenteuerpark Hochsolling für die anstehende Saison überlegt hat, gesammelt werden.

Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, unter www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich.

 

400 Jahre Soleleitung und 525 Jahre Bürgerbräu rücken den großen Pioniergeist der Alpenstadt ins Zentrum. Für Gäste gibt’s Genießer-Arrangements und neue Einblicke

Bad Reichenhall setzte schon früher Impulse. Vor 400 Jahren entstand hier mit der Soleleitung die erste Pipeline der Welt. Im 525 Jahre alten Bürgerbräu wurde das Bayerische Reinheitsgebot umgesetzt, bevor es überhaupt erlassen war. Die beiden Jubiläen rücken den Pioniergeist der belebensten Alpenstadt ins Zentrum. Gäste gewinnen neue Einblicke in die Geschichte, können Genießer-Arrangements buchen und sind das ganze Jahr über unter dem Motto „Bier und Salz – Gott erhalt’s“ zum Feiern eingeladen.

Neu ist die Informations-Stelle am Antoniberg, die im April in einer alten Hütte direkt am Soleleitungsweg eröffnet wird. Das Bad Reichenhaller Salz stammt aus Solequellen und wurde früher durch Erhitzen in Sudpfannen gewonnen. Als es nicht mehr genügend Holz zum Befeuern gab, kam man auf die Idee, die Sole zur weiteren Verarbeitung in waldreiche Gebiete zur befördern. So entstand vor 400 Jahren die 32 Kilometer lange Soleleitung nach Traunstein. Eine technische Meisterleistung, für die man den Pionieren Simon und Hans Reiffenstuel dankbar ist. 8400 handgebohrte Holzrohre wurden verlegt, sieben Hebewerke mit Wasserkraftpumpen gebaut und zu jedem Hebewerk gab’s ein Wohnhaus mit Landwirtschaft für den jeweiligen Brunnwart.

Noch heute sprudeln die Solequellen unterirdisch in Bad Reichenhall (wobei die reine Salzgewinnung natürlich längst modernen Methoden folgt). Wer durch die Alte Saline wandelt, durch das beeindruckende Stollensystem und die Marmorgänge, bekommt ein Gespür für die Bedeutung des „weißen Goldes“, das der Alpenstadt ihren Reichtum bescherte.

Schon 125 Jahre vor der Pipeline gab’s das Bürgerbräu, das die Bevölkerung mit „flüssigem Gold“ aus Gerstensaft versorgte. Wie gesagt: hergestellt nach den strengen Regeln des Bayerischen Reinheitsgebots, das noch gar nicht erlassen war. Eine Ausstellung im Brauereigasthof Bürgerbräu lässt die Tradition lebendig werden. Höhepunkte im Bräukalender sind die Starkbierfesttage von 6. März bis 19. April mit Frühschoppen, Starkbierseminar, Josefifeier, Konzerten, Comedy und natürlich dem „Suffikator“, einem dreitägigen Event mit Live-Bands und Streetfood-Festival (28. bis 30. Juni).

„Bier und Salz: Gott erhalt’s“ ist das Motto des doppelten Jubiläumsjahrs, das zahlreiche Höhepunkte für Genießer bietet. Nebenbei bemerkt: Als Bad Reichenhall 1846 zum Kurort avancierte, empfahlen die Kurärzte ihren Patienten das malzreiche Lagerbier zur Genesung. In welchen Mengen, ist nicht überliefert.

Urlauber können attraktive Arrangements buchen – und die belebenste Alpenstadt unbeschwert von ihrer schönsten Seite erleben. Drei Übernachtungen gibt es im 3 Sterne-Hotel mit Frühstück ab 249 Euro pro Person im Doppelzimmer. Inklusive sind Brauereiführung mit Verkostung, Bier- und Salz-Stadtführung, Eintritt in Alte Saline und RupertusTherme, Bier-Menü und 6er-Tragerl für zuhause sowie eine Berg- und Talfahrt mit der Predigtstuhlbahn, der ältesten im original erhaltenen Großkabinenseilbahn der Welt. Sie nahm 1928 ihren Betrieb auf und gehört ebenfalls zu den Pionierleistungen, auf die Bad Reichenhall stolz ist. Weitere Infos, auch zu Paketangeboten für Gruppen: www.bad-reichenhall.de/bier-salz, Tel.: +49 (0)8652 / 656 50 42.

Weitere Informationen: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, Wittelsbacher Str. 15, 83435 Bad Reichenhall, Tel.: +49-8651-71511-0, Fax: +49 -8651-71511-99, info@bglt.de, www.bad-reichenhall.de